Schwimmen

Dellbrügge gewinnt Masterssilber

Speyerer Rundschau vom 27.08.2022

Speyer. Karsten Dellbrügge (Altersklasse 60) ist am Freitagmorgen Vize-Europameister über drei Kilometer im Freiwasser geworden.
Er startete mit der zweiten Welle um 9.35 Uhr auf dem Rechteckkurs. Nach dem Schlussspurt lag Dellbrügge (38:10,3 Minuten) 1,5 Sekunden hinter dem Spanier Enrique Mata Díaz. „Silber und sehr glücklich darüber, mehr war im Zielsprint nicht drin“, meinte er. Am Sonntag geht es über 800 Meter Freistil auf der 50-m-Bahn im Olympiabecken von Rom weiter.

Im Campingbus auf Goldkurs

Speyerer Rundschau vom 25.08.2022

Schwimmen: Duo des WSV zur Masters-Europameisterschaft nach Rom

Speyer. Birgit Emming (57) sieht sich im Mittelfeld bei den Europameisterschaften der Masters, die am Wochenende in Rom starten. „Ich würde schon gern unter die ersten Zehn kommen“, äußert die Schwimmerin des WSV Speyer vorsichtig. Ihr Vereinskollege Karsten Dellbrügge hat ganz andere Vorstellungen und schluckt dafür zwar keine Kröten, aber Salzwasser.

Bei allen Strecken aufs Podest – mit dem selbst auferlegten Ziel machte sich Dellbrügge am Mittwoch gen Italien auf. Anders als Emming, die am Samstag ins Flugzeug nach Rom steigt, legt er die Strecke in seinem Campingbus zurück. Über 800, 400 sowie 200 Meter Freistil meldete Dellbrügge für Sonntag und Montag. Schon am Freitag geht’s in Ostia aufs offene Meer, drei Kilometer lang. Sein größter Konkurrent im Freiwasser: Alexander Middendorff aus Hannover. Während er das unmittelbare Duell selbst durch Leistung beeinflussen kann, wünscht sich Dellbrügge, dass auch die äußeren Bedingungen stimmen. „Ich hoffe, dass die Wetterlage normal ist.“ Der 60-Jährige startet in der Altersklasse 60 mit 50 Teilnehmern im Mittelmeer. Das Salzwasser mag er nicht so gerne. Doch Dellbrügge ist eben ein Freiwasserfan. „Ich verbinde das immer bei Wettbewerben mit den Hallenwettkämpfen“, erklärt er. Dort tritt er – sogar im Olympiastadion – am Sonntag über 800 Meter Freistil mit 26 weiteren Männern an.

Montags folgen die 400 und 200 m mit 31 beziehungsweise 33 Gegnern. „Mein allergrößter Konkurrent ist Anders Haglund aus Schweden. Er hat auf allen drei Strecken eine schnellere Zeit gemeldet als ich“, so Dellbrügge. Dennoch bleibt er zuversichtlich: Der Europarekord im März über 1500 Meter Freistill in Solingen pushte ihn. Seine Schulterprobleme, entstanden in der Zeit der Pandemie, bekam er durch konsequentes Training wieder in den Griff: „Europameister zu werden, liegt im Bereich des Möglichen.“

Bei Emming beginnen die Wettkämpfe am Sonntag. Gut vorbereitet fühlt sie sich in jedem Fall. „Momentan ist meine Leistung bessere als zu der Zeit, in der ich mich gemeldet habe“, spricht sie von erfolgreichen Ergebnissen durch gutes Training. Jeweils gegen 20 bis 25 Teilnehmerinnen springt Emming über 400 und 200 m Freistil sowie 200 Lagen ins Becken.
„Es gibt auch Konkurrenz aus dem eigenen Land. Ansonsten ist die Riege der Mitbewerber bunt gemischt“, sagt sie. Sich selbst stellt Emming die Aufgabe, über 400 Meter Freistil noch eine Schippe drauf zu legen. „Bei den beiden anderen Strecken sind die gemeldeten Zeiten schon knapp gerechnet.“

WSV Speyer startet bei Meisterschaften

Speyerer Rundschau vom 18.07.2022

26 Medaillen gewonnen


Speyer. Bei der südwestdeutschen Sommermeisterschaft im Waldfreibad Rodenbach ging der WSV Speyer mit zwölf Teilnehmern an den Start.

Zwei weitere meldeten krankheitsbedingt ab. Mit sieben Titeln, 26 Medaillen und zahlreichen persönlichen Bestzeiten kehrten sie zurück. Parallel ging es um Pfalzehren.
Theresa Langhoff, Jahrgang 2010, erreichte über 50 Meter Brust das Jugendfinale, drückte ihre Vorlaufzeit um drei Sekunden auf 0:46,44 Minuten, belegte Platz sechs.
Manuel Kropp (2007) kam ebenfalls in den Endlauf der offenen Jahrgangswertung über 50 m Brust, verteidigte seinen Vorlaufplatz als Fünfter in 38,31 Sekunden aber nicht ganz. Leilani Filser (2011), die Jüngste im Team, holte einen ganzen Medaillensatz. Josepha Sailer landete trotz toller Bestzeiten fast immer auf dem undankbarem vierten Platz.
Ergebnisse Südwestmeisterschaft, Gold: Manuel Kropp, Jahrgang 2007, 50 Meter Brust, 0:37,45 Minuten; 100 m Rücken, 1:17,84 min, 200 Brust, 3:02,56; Leilani Filser, 2011, 100 Rücken, 1:39,41; Leni Mandel, 2007, 800 Freistil, 12:09,57; Silber: Veronika Selifonova, 2006, 200 Freistil, 2:48,72; Niklas Flacke, 2007, 100 Rücken, 1:24,25; Filser, 50 Freistil, 0:37,51; Lena Krill, 2008, 400 Freistil, 6:01,22; Kropp, 200 Lagen, 2:44,26; Violetta Selifonova, 2006, 100 Schmetterling, 1:28,89;
Bronze: Violetta Selifonova, 200 Freistil, 2:56,61, 100 Rücken, 1:30,33; Filser, 200 Lagen, 3:28,79; Flacke, 200 Lagen, 2:55,73; Judith Sieberg, 100 Schmetterling, 1:33,44; Pfalzmeisterschaft, Gold: Robin Vollmer, 2006, 50 Freistil, 0:28,60, 100 Schmetterling, 1:10,50; Filser, 400 Freistil, 6:32,57; Sieberg, 400 Freistil, 6:17,09; Veronika Selifonova, 400 Freistil, 6:08,93; Silber: Sieberg, 100 Rücken 1:33,57; Bronze: Flacke, 200 Freistil, 2:32,94, 50 Freistil, 0:31,33; Sieberg, 50 Freistil, 0:35,18; Veronika Selifonova, 50 Freistil, 0:33,99.

Speyerer so erfolgreich wie nie

Der WSV Speyer ist so erfolgreich wie noch nie von Deutschen Freiwasser Meisterschaften zurückgekehrt. Im See bei Großkrotzenburg konnte sich Karsten Dellbrügge (AK 60) am Samstag  über 2,5 km in 33:32,39 min die Goldmedaille sichern. Am nächsten Tag gelang ihm das Double über 5 km in 1:11,13 Stunden. Er siegte jeweils souverän vor Alexander Middendorf vom Hannoverscher SV und Uwe Seeberger von Poseidon Berlin.

Karsten Dellbrügge (mitte)

Johanna Sievers (AK 40) schwamm in einer starken Gruppe im Mittelfeld ihres Laufes und sicherte sich so nach 2,5 km im Zielsprint ganz knapp den 4. Platz in 38:25,83 min.
Vor ihr waren nur Schwimmerinnen aus den Hochburgen Bonn, Eschborn und Offenbach.

Johanna Sievers

Ebenfalls einen vierten Platz erreichte Birgit Emming (AK 55) über 2,5 km in 40:46,00 min. Allerdings völlig überraschend. „Ich glaube, es war noch nie jemand so glücklich über einen vierten Platz“, strahlt die Schwimmerin. „Ich hatte immer schnelle Füße vor mir zum Mitschwimmen“, beschreibt sie das Schwimmen im Wasserschatten, das im Freiwasser erlaubt ist.

Birgit Emming

Nach diesen Ergebnissen sind Karsten Dellbrügge und Birgit Emming gut gerüstet für die Masters-EM im August in Rom.

v.l. Birgit Emming, Karsten Dellbrügge, Johanna Sievers

Ohne Verluste aus der Pandemie

Speyerer Rundschau vom 16.05.2022

Schwimmen: Vereinsmeisterschaft beim WSV Speyer – Zuwachs für das Team

Speyer. Hannah Schleicher (Jahrgang 2002) und Paul Rudolph (2004) sind Vereinsmeister beim WSV Speyer. Neben den bekannten Schwimm-Größen taten sich am Samstag im Bademaxx weitere Talente auf.

Um die 100 Kinder plus die Wettkampfmannschaft gingen an den Start, eine Anzahl, die die Sportliche Leiterin Annette Dinies zufriedenstellte. „Wir mussten ziemlich Gas geben, damit wir in drei Stunden durchkommen“, berichtete sie. Das hatte etwas Ursprüngliches. Denn statt einer digitalen Auswertung griff die Funktionärin auf Papier und Handschrift zurück. „Wir hatten in den vergangenen Monaten soviel Stress mit dem Erfassen der Schwimmkursteilnehmer, dass wir es uns beim Wettkampf leichter machen wollten“, begründete sie.

Die Pandemie-Zeit hat allen etwas abverlangt. Dazu gehörte auch die Geduld, bis der erste Sprung ins Wasser wieder möglich war. „Keiner hat aufgehört“, stellte Dinies fest: „Teilweise waren sie sogar schon wieder besser als im vergangenen Jahr.“ Besonders hob die Trainerin die männlichen Bambini hervor. „Im vergangenen Jahr konnten wir keinen Vereinsmeister küren, weil keine Teilnehmer da waren. Diesmal hatten wir zwei“, erzählte Dinies. Moritz Schöne (2013) legte sogar richtig gut vor. Die Distanzen 25 Meter Schmetterling und jeweils 50 Brust, Freistil sowie Rücken schaffte er in 4:00,38 Minuten, der Zweitplatzierte Marcel Lisieki (2014) in 5:01,35.

Bei den sieben Mädchen siegte Mia Finkel (2012, 3:29,26) vor Viktoria Bretthauer (2012, 3:33,87) und Mathilda Branco dos Santos (2013, 3:58,11).
Für Dinies bemerkenswert: „Das sind alles Kinder aus unserem ersten Schwimmkurs nach der Pandemie.“ Dieser begann im Sommer. Ebenfalls nennenswert für die Sportliche Leiterin ist der Einsatz zweier aus der Ukraine geflüchteter Mädchen, die etwa seit acht Wochen beim WSV sind: „Zuhause haben sie fünfmal die Woche trainiert. Jetzt verstärken sie unsere erste Wettkampf-Mannschaft.“ Violetta und Veronika Salifonova belegten die Ränge sieben sowie acht bei den Frauen. Wie die Herren legten diese 50 Meter Schmetterling, Rücken, Brust und Freistil sowie 200 Lagen zurück. Schleicher gelang das in 5:02,01 vor Olivia Beste (2004, 5:11,05) und Johanna Sievers (1987, 5:29,24), Rudolph in 4:31,38 vor Jaron Götz (2006, 4:43,55) und Manuel Kropp (2007, 4:48,10).

Jugendvereinsmeisterin wurde Theresa Werner (2008, 5:50,10) vor Lena Krill (2008, 5:53,26) und Judith Sieberg (2009, 6:00,65). Jugendvereinsmeister ist Leon Mandel (2009, 6:22,51) vor Justus Strebel (2009, 7:08,45). Die Domnixen unterhielten mit Synchronschwimmen.

Hier findet ihr die Fotos zu unseren diesjährigen Vereinsmeisterschaften sowie zu vielen weiteren Events des WSV.